Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der Gigflip GmbH

 


 

 

Allgemeine Geschäftsbedingungen der Gigflip GmbH für Verträge mit Fans von Events über die Nutzung der Plattform Gigflip (Fan-AGB) 

§ 1 Geltungsbereich

(1) Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für das Rechtsverhältnis zwischen Gigflip und Fan. Sie regeln die Nutzung der Internet-Plattform durch den Fan und den Kauf von Tickets für ein über die Internet-Plattform eingestelltes Event. Sie gelten für das Rechtsverhältnis zwischen Gigflip und Fan und regeln die Nutzung der Internet-Plattform durch den Fan einschließlich des Ticketerwerbs.

(2) Es kommt ein Vertragsverhältnis zwischen Gigflip und Fan nur auf der Grundlage dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen zustande. Abweichenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Fans wird hiermit widersprochen. Ergänzend zum Kaufvertrag zwischen dem Fan und dem Veranstalter gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Veranstalters. Gigflip wird den Fan im Rahmen des Vertragsschlusses rechtzeitig und angemessen auf diese AGB hinweisen.

§ 2 Präambel und Begriffsbestimmungen

(1) Die Gigflip GmbH, Konsul-Smidt-Str 24, 28217 Bremen (im Folgenden "Gigflip" genannt), betreibt die Gigflip-Internet-Webseite, erreichbar unter anderem unter www.gigflip.de und www.gigflip.com (im Folgenden gemeinsam "Internet-Plattform" genannt), welche das Event-Angebot von Veranstaltern, Ticketkäufern und die Event-Nachfrage im Rahmen des City-Votings von Fans zusammenführt.

(2) Über die Internet-Plattform können Künstler, deren Vertreter oder sonstige Eventbeteiligte, insbesondere Event- und Künstleragenturen, örtliche Veranstalter oder Tourneeveranstalter (nachfolgend „Veranstalter“), Live-Veranstaltungen wie etwa Konzerte oder Fan-Treffen (nachfolgend „Events“) auf Basis von mittels der Internet-Plattform gesammelten Fan-Nachfragedaten planen und durchführen.

(3) Der Veranstalter organisiert die Events, führt sie durch und möchte die Internet-Plattform als Präsentationsplattform sowie für den Ticketvertrieb nutzen. Gigflip agiert als Community-Portal zwischen Veranstalter und Ticketkäufer für Events und als Vorverkaufsstelle für Tickets und behält sich vor, selber als Veranstalter aufzutreten.

Events werden durch den jeweiligen Veranstalter durchgeführt, der auch Aussteller der Tickets ist. Durch den Erwerb von Tickets kommen vertragliche Beziehungen im Hinblick auf den Besuch des Events ausschließlich zwischen dem Fan und dem jeweiligen Veranstalter zustande. Möglicherweise gelten für diese rechtlichen Beziehungen eigene Allgemeine Geschäftsbedingungen des Veranstalter. Gigflip vertreibt die Tickets im Auftrag und im Namen des jeweiligen Veranstalters, es sei denn, Gigflip ist selbst als Veranstalter ausgewiesen. Mit der Bestellung von Tickets beauftragt der Ticketkäufer Gigflip mit der Abwicklung von Ticketkauf und -zustellung.

(4) Die Registrierung und der Kauf von Tickets als Fan sind nur voll geschäftsfähigen natürlichen Personen gestattet.

§ 3 Vertragsinhalt

(1) Gigflip betreibt die Internet-Plattform, welche das Eventangebot von Künstlern und die Eventnachfrage von Fans zusammenführt.

(2) Über die Internet-Plattform können Veranstalter Events einstellen.

 

§ 3 Leistungen von Gigflip

(1) Gigflip stellt nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen und im dort beschriebenen Umfang die technischen Voraussetzungen für die Nutzung ihrer Internet-Plattform bereit. Diese eröffnet dem Fan die Möglichkeit, den Wunsch zu äußern (nachfolgend „City-Vote“), ein Event eines auf der Internet-Plattform registrierten Veranstalters in einer von dem Fan festzulegenden Stadt zu einem bestimmten Ticketpreis besuchen zu wollen und Tickets für auf der Internet-Plattform angebotenen Events zu bestellen.

(2) Dem Fan werden ein Account sowie der Zugang zum Fanbereich der Internet-Plattform zur Verfügung gestellt. Im Fanbereich verwalten Fans u. a. ihre persönlichen Einstellungen inkl. der von ihnen bevorzugten Städte, in denen sie ihre Lieblingskünstler sehen möchten, erhalten eine Übersicht über anstehende Abstimmungen und Events und stimmen in den City-Votings unverbindlich ab. Die Einzelheiten zur Verfahrensweise und den einzelnen Nutzungsmöglichkeiten werden auf den Internetseiten von Gigflip beschrieben. Ein Anspruch auf Bereitstellung bestimmter Funktionen besteht nicht.

(3) Die auf der Internet-Plattform von Fans veröffentlichten Inhalte werden von Gigflip grundsätzlich nicht geprüft und stellen nicht die Meinung von Gigflip dar. Informationen über Gigs werden allein vom Veranstalter eingestellt. Gigflip haftet daher nicht für die Richtigkeit dieser Informationen. Dies gilt jedoch nicht, wenn Gigflip von der Unrichtigkeit einer solchen Information Kenntnis erlangt (z.B. durch eine Fanbeschwerde) und nicht darauf hinwirkt, dass der Veranstalter die Information richtigstellt.

(4) Eine bestimmte Erreichbarkeit der Website allgemein ist nicht geschuldet. Gigflip behält sich vor, den bereitgestellten Nutzungsumfang jederzeit beliebig einzuschränken oder zu erweitern oder ganz oder teilweise einzustellen und Änderungen an Inhalten, Funktionalitäten oder Features insbesondere im Fanbereich vorzunehmen.

(5) Gigflip führt den (Vor-)verkauf von Tickets für durch den Veranstalter eingestellte Events auf der Internet-Plattform durch.

(6) Gigflip ist berechtigt, die Leistungen durch sorgfältig ausgewählte Dritte erbringen zu lassen. 

§ 4 Anmeldung als Fan, Vertragsschluss Nutzungsvertrag

(1) Die Nutzung des Fanbereiches ist passwortgeschützt und erfordert eine dauerhafte Registrierung. Für die Registrierung hat der Fan die angeforderten Pflichtangaben wahrheitsgemäß und vollständig anzugeben. Nicht als Pflichtangaben markierte Angaben sind freiwillig, müssen bei Angabe jedoch ebenfalls wahrheitsgemäß erfolgen. Spätere Änderungen seiner Daten hat der Fan Gigflip unverzüglich online mitzuteilen, d. h. in seinem Nutzerprofil zu ändern. Bis zur Anzeige der Änderung seiner Daten gelten diese gegenüber Gigflip als richtig und vollständig. Insbesondere die vom Fan angegebene E-Mail-Adresse wird als richtig angesehen. An diese Adresse gesendete E-Mails gelten als zugegangen, wenn der Fan sie unter gewöhnlichen Umständen abrufen kann und wenn die E-Mails keine Kündigung, Fristsetzung, Genehmigung oder sonstige mit nachteiligen Rechtsfolgen verbundene Auswirkungen für den Fan haben. Der Fan stellt sicher, dass E-Mails von Gigflip nicht im SPAM-Ordner einsortiert werden.

(2) Im ersten Schritt der Registrierung auf der Internet-Plattform gibt der Fan seine E-Mail-Adresse und persönliches Passwort ein, welches er durch wiederholte Eingabe bestätigt. Daraufhin erhält er eine E-Mail, in der er per Klick auf den enthaltenen Bestätigungslink seine E-Mail-Adresse bestätigt und somit seine Registrierung abschließt (Abschluss des Registrierungsvorgangs).

Die Registrierung kann wahlweise auch über die Verknüpfung mit dem Facebook-Konto, dem Instagram-Konto oder dem Google-Konto des Fans erfolgen. Bei der Registrierung über Facebook, Instagram oder Google werden die E-Mail-Adresse und das Passwort des entsprechenden Zugangs direkt über die angebundene Applikation der jeweiligen Plattform bestätigt. Mit ausdrücklichem Akzeptieren dieser AGB sowie der Datenschutzerklärung, dem Klick auf den „Mit Facebook anmelden“ bzw. „Mit Google anmelden“ bzw. „Mit Instagram anmelden“ oder mit dem „Jetzt wünschen“ -Button bzw. spätestens mit dem Klick auf den „Tickets kaufen“- oder den „Jetzt kaufen“-Button schließt der Fan die Registrierung ab.

(3) Durch den Abschluss des Registrierungsvorganges gibt der Fan ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrages über die Nutzung der Dienste von Gigflip ab. Die Aufforderung zur Bestätigung der E-Mail-Adresse stellt die Annahmeerklärung von Gigflip dar. Der Nutzer ist an sein Angebot 3 Tage gebunden.

(4) Die Nutzung des Fanbereichs ist für die Fans unentgeltlich. Gigflip behält sich vor, bestimmte kostenpflichtige Inhalte/Funktionen bereitzustellen. Auf die Kostenpflichtigkeit solcher Inhalte/Funktionen wird Gigflip ausdrücklich hinweisen. Die allgemeinen Kosten, die beim Zugang zum Internetportal entstehen (z.B. Providergebühren o.ä.), sind vom Fan selbst zu tragen.

(5) Natürliche Personen, welche in der Geschäftsfähigkeit beschränkt sind (z.B. Minderjährige), sind von der Nutzung von Gigflip ausgeschlossen.

(6) Wer bereits als Fan registriert ist, kann nicht nochmals als Fan unter anderem Namen oder anderer Adresse registriert werden (keine Doppelmitgliedschaft). Meldet sich ein Fan dennoch doppelt an, ist Gigflip zur sofortigen Sperrung des Fans berechtigt. Ein Nutzerkonto ist nicht übertragbar.

(7) Gigflip ist auch bei Vorliegen aller Voraussetzungen für die Aufnahme als Fan berechtigt, die Registrierung ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Aus dieser Ablehnung erwachsen dem Fan keine Ansprüche gegen Gigflip.

§ 5 Allgemeine Nutzerpflichten des Fans

(1) Der Fan verwaltet seine persönlichen Einstellungen selbst. Er ist für die von ihm eingestellten Inhalte allein verantwortlich. Er stellt sicher, dass seine Benutzerdaten (Benutzername und Passwort) Dritten nicht zugänglich gemacht werden, auch nicht während er im Fanbereich tätig ist.

(2) Informationen, Marken, Markennamen, Kennzeichnungen und sonstige Inhalte des Fanbereiches dürfen ohne vorherige schriftliche Genehmigung von Gigflip weder verändert, kopiert, vervielfältigt, verkauft, vermietet, genutzt, ergänzt noch auf sonstige Weise verwertet werden.

(3) Der Fan ist verpflichtet, 

1. bei der Registrierung und weiteren Abfragen durch Gigflip vollständige und wahrheitsgemäße Angaben zu machen und Änderungen dieser Angaben in seinem Profil unverzüglich zu aktualisieren. 

2. jede Nutzung der Leistungen von Gigflip unter dem eigenen Account durch Dritte zu unterbinden, 

3. die Nutzung automatischer Voreinstellungsfunktionen für das Passwort zu unterlassen, 

4. Gigflip unverzüglich unter support.fans@gigflip.com mitzuteilen, wenn eine missbräuchliche Benutzung des Passworts bzw. des Accounts vorliegt oder Anhaltspunkte für eine bevorstehende missbräuchliche Nutzung bestehen, so dass Gigflip den Zugang unverzüglich sperren kann.

(4) Der Fan ist des Weiteren verpflichtet, die Dienste von Gigflip sowie den Fanbereich nicht rechtsmissbräuchlich oder in sittenwidriger Weise zu nutzen und die Gesetze sowie die Rechte Dritter einzuhalten. Dies schließt folgende Pflichten mit ein: 

1. Der Fan stellt sicher, dass durch von ihm in das Netzwerk/Internet eingespeiste Daten nicht gegen die gesetzlichen Bestimmungen über den Jugendschutz, die Persönlichkeitsrechte sowie die Schutzrechte, insbesondere Marken-, Firmen- und Urheberrechte, Dritter verstoßen wird. Der Fan wird vor jedem Texteintrag sowie Upload prüfen, ob ihm die erforderlichen Rechte am Werk (z. B. Text, Fotografie, Bild, Grafik, Video, Musikstück, Sample) zustehen. Bei Fotografien und Videos ist die weitere Prüfung erforderlich, ob von den abgebildeten Personen die erforderliche Einwilligung vorliegt; ohne diese Einwilligung darf ein Upload nicht erfolgen. \ \ 2. Der Fan unterlässt die Einspeisung von Daten mit sittenwidrigem, diskriminierendem, rassistischem, links- oder rechtsextremem oder religiöse Gefühle verletzendem Inhalt. \ \ 3. Der Fan ist verpflichtet, eine übermäßige Belastung der Netze durch ungezielte oder unsachgemäße Verbreitung von Daten zu unterlassen.

(5) Im Fall eines Pflichtverstoßes gemäß Absatz 2 bis 4 ist Gigflip berechtigt, nach seiner Wahl gegebenenfalls betroffene Inhalte mit sofortiger Wirkung vorübergehend zu sperren und/oder zu löschen und/oder den Nutzer vorübergehend auszuschließen und/oder ihm fristlos zu kündigen. Das gleiche gilt, wenn Gigflip von Dritten darauf hingewiesen wird, dass der Fan unter Verstoß gegen die in Absatz 4 enthaltenen Pflichten Inhalte bereithält oder verbreitet, sofern die Behauptung einer Rechtsverletzung nicht offensichtlich unrichtig ist.

(6) Der Fan hat Gigflip den aus einer Pflichtverletzung resultierenden Schaden zu ersetzen, es sei denn, dass er diesen nicht zu vertreten hat. Der Fan stellt Gigflip von Ansprüchen frei, welche gegen Gigflip aufgrund der Inanspruchnahme durch Dritte wegen vom Fan zu vertretender schädigender Handlungen geltend gemacht werden und ersetzt Gigflip den hierdurch entstandenen Schaden.

 § 6 Vertragsverhältnis des Veranstalters zu den Fans

Die Ausgestaltung des Vertragsverhältnisses zwischen Veranstalter und Fan richtet sich nach folgenden Rahmenbedingungen:

(1) Durch Einstellung eines durch Fans gewünschten oder eines anderen Events durch den Veranstalter fordert der Veranstalter den Fan auf, ein Angebot auf Abschluss eines Vertrages zum Ticketerwerb und Besuch des Events (nachfolgend „Besuchervertrag“) abzugeben. Durch Anklicken des Buttons "jetzt kaufen" gibt der Fan ein Angebot auf Abschluss eines Besuchervertrages ab. Die Annahme dieses Angebots erfolgt durch Gigflip für den Veranstalter durch Übersendung einer Annahmeerklärung per E-Mail.

Der Fan erhält nach der Online-Bestellung automatisch per E-Mail eine Bestätigung seiner Bestellung unter Angabe der Bestellnummer und der Postanschrift von Gigflip.

(2) Der Besuchervertrag wird ausschließlich zwischen dem Ticketkäufer und dem Veranstalter geschlossen. Die angebotenen Events werden durch den jeweiligen Veranstalter durchgeführt, der auch Aussteller der Tickets ist. Gigflip behält es sich vor, selber als Veranstalter aufzutreten.

(3) Durch den Erwerb des Tickets kommen vertragliche Beziehungen im Hinblick auf den Besuch des Events zwischen dem Ticketkäufer und dem jeweiligen Veranstalter zustande. Möglicherweise gelten für den Besuchervertrag zwischen Veranstalter und Ticketkäufer eigene Allgemeine Geschäftsbedingungen des Veranstalter, es sei denn, Gigflip tritt selber als Veranstalter auf. Gigflip wird die Tickets für die Veranstaltungen der Veranstalter im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Veranstalters an den Ticketkäufer verkaufen und die Zahlungsabwicklung übernehmen, d.h. Gigflip wird die Zahlung des Fans entgegennehmen und an den jeweiligen Veranstalter weiterleiten. Gigflip ist aufgrund einer entsprechenden Vereinbarung damit beauftragt, diese Vermittlung und Abwicklung der Verträge zwischen dem Ticketkäufer und dem Veranstalter zu übernehmen.

(4) Sämtliche Ansprüche bezüglich des Events, dessen Gestaltung oder im Zusammenhang mit dem Event-Besuch sowie Leistungsstörungen des Besuchervertrages sind - soweit nicht ausdrücklich in diesen AGB anders geregelt oder soweit Gigflip nicht selber als Veranstalter auftritt – ausschließlich und unmittelbar gegenüber dem Veranstalter geltend zu machen und nicht gegenüber der im Namen und Auftrag des Veranstalters handelnden Ticketvermittlerin Gigflip. Dies bezieht sich insbesondere auf Ansprüche im Zusammenhang mit der Verlegung eines Events oder Programmänderungen.

§ 7 Kein Widerrufsrecht

Ein Widerrufsrecht besteht nicht bei Verträgen zur Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen, wenn der Vertrag für die Erbringung einen spezifischen Termin oder Zeitraum vorsieht (§ 312 g Absatz 2 Satz 1 Nr. 9 BGB). Bei den von Gigflip im Namen des Veranstalters angebotenen Tickets handelt es sich um Tickets für Freizeitveranstaltungen, die an einem bestimmten Termin stattfinden. Ein Widerrufsrecht besteht daher nicht.

Jede Bestellung von Tickets über Gigflip ist damit unmittelbar nach Bestätigung durch Gigflip, insbesondere nach Erhalt eines Tickets per E-Mail, bindend und verpflichtet zur Abnahme und Bezahlung der bestellten Karten bzw. Eintrittsberechtigungen. 

§ 8 City-Voting

(1) Der Fan hat die Möglichkeit, sich Künstler in eine bestimmte Stadt zu wünschen. Um sein City-Vote auszusprechen, muss der Fan auf ein auf der Internet-Plattform angelegtes Künstlerprofil gehen und dort angeben, in welcher Stadt er den Künstler gerne sehen möchte und die Höhe des Preises benennen, die er für ein Ticket für ein Event dieses Künstlers auszugeben bereit wäre.

(2) Voraussetzung für die Abgabe eines City-Votes ist die Registrierung (die Erstellung eines Accounts) des Fans auf der Internet-Plattform und eine Anmeldung (einloggen auf der Internet-Plattform). Es ist vom Fan nur ein City-Vote pro Künstler möglich.

(3) Der Fan kann seinen City-Vote bearbeiten. Er kann die angegebene Stadt und die Höhe des Ticketpreises ändern. Ein Löschen des City-Votes ist nicht möglich. Ein City-Vote ist für den Fan nicht verbindlich. Aufgrund der Abgabe eines City-Votes entstehen für den Fan keinerlei vertraglichen Verpflichtungen.

(4) Für einen Veranstalter besteht ebenfalls keine Verpflichtung, ein Event überhaupt oder für eine bestimmte Stadt einzustellen, weil ein entsprechendes Event von einem Fan gewünscht wurde oder diejenige Stadt ist, welche die meisten Fans bei ihrem City-Vote angegeben haben. Dementsprechend ist die Abgabe eines City-Votes keine Garantie für die Einstellung eines Events durch den Veranstalter oder für die Durchführung des Events. Mit der Abgabe eines City-Votes erhöht der Fan lediglich die Chance darauf, dass der von ihm gewünschte Künstler in der von ihm gewünschten Stadt auftritt. Je mehr City-Votes es für einen bestimmten Künstler und eine bestimmte Stadt gibt, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Künstler zum Veranstalter wird und das gevotete Event einstellt, da er weiß, dass er in dieser Stadt eine große Anzahl von Fans hat, die ein Event besuchen würden.

(5) Sollte sich der betreffende Künstler entscheiden, den gesammelten City-Votes zu entsprechen, stellt er ein entsprechendes Event ein. Die Fans können dann Tickets bzw. Zutrittsberechtigungen zu dem von dem Veranstalter bestimmten Preis erwerben.

Neben dieser Möglichkeit des Veranstalters, die City-Votes der Fans des Künstlers zu erfüllen, kann der Veranstalter auch Events erstellen und für diese Tickets verkaufen, denen kein City-Voting vorausging.

(6) Gigflip vermittelt lediglich den Vertragsschluss und wickelt den Verkauf der Tickets für den jeweiligen Veranstalter ab; im Hinblick auf die Leistungen des Veranstalters, insbesondere auf die Bereitstellung eines gültigen Tickets und die Durchführung des Events, handelt Gigflip nur als Vermittler und nicht als Vertragspartner der Ticketkäufer. Diese Leistungen kann der Ticketkäufer ausschließlich von dem Veranstalter verlangen. Gigflip übernimmt insoweit keine Haftung; es sei denn, sie tritt selber als Veranstalterin auf.

 

§ 9 Ticketkauf: Lieferung, Preise, Rückgabe

(1) Gigflip vertreibt die Tickets an Ticketkäufer im Auftrag und Namen des jeweiligen Veranstalters als Vermittlerin gemäß den nachstehenden Grundsätzen. Gigflip behält sich vor, auch selber als Veranstalter aufzutreten.

(2) Die genannten Ticketpreise verstehen sich inklusive der aktuellen gesetzlichen Umsatzsteuer als Gesamtpreise. Der Gesamtpreis ist nach Wirksamwerden des Vertrages (Bedingungseintritt) sofort zur Zahlung fällig.

(3) Bis zur vollständigen Bezahlung aller Forderungen bleiben die von Gigflip gelieferten Tickets Eigentum des Veranstalters. Ein Anspruch auf Benutzung des Tickets besteht nur, wenn das Ticket vollständig bezahlt ist.

(5) Die Zahlung der erworbenen Tickets erfolgt an Gigflip. Auf die jeweils gültigen Zahlungsmethoden wird der Ticketkäufer auf der Internett-Plattform im Laufe des Kaufprozesses hingewiesen.

Die Zahlungsabwicklung für die erworbenen Produkte erfolgt ausschließlich über die auf der Internet-Plattform angegebenen Zahlungsmethoden. Gigflip behält sich das Recht vor, im Einzelfall bestimmte Zahlungsarten auszuschließen oder zu ergänzen. Über die jeweils zur Verfügung stehenden Zahlungsmethoden wird der Fan im Laufe des Kaufprozesses informiert.

Für die Zahlungsmethoden Kreditkarte, SEPA-Lastschrift, Sofortüberweisung und PayPal stimmt der Fan zu, dass Gigflip ihn ohne weitere Zustimmung in Höhe des Werts der bestellten Tickets belasten wird. Gigflip behält sich vor, weitere Zahlungsmittel anzubieten. Für die Zahlungsmethode SEPA-Lastschrift gilt die Vorlauffrist gemäß COR1-Verfahren und der Ticketkäufer stimmt zu, dass Gigflip ihn spätestens einen Tag vor dem Fälligkeitstermin über den fälligen Betrag und das Datum der Fälligkeit informiert. Kosten, die bei der Bezahlung mit Lastschrift oder Kreditkarte durch Nichtausführung oder Rückgängigmachung der Belastungsbuchung oder Ablehnung der Einlösung einer Einzugsermächtigung entstehen, werden dem Fan gesondert in Rechnung gestellt.

(6) Die Lieferung des Tickets erfolgt an die vom Ticketkäufer angegebene E-Mail-Adresse. Die Zustellung der Tickets findet ausschließlich auf dem elektronischen Weg statt. Gigflip behält sich vor, die Tickets auch per Post und/oder Fax und/oder auf sonstige Weise zu versenden.

(7) Gigflip stellt dem Ticketkäufer auf dessen Wunsch per E-Mail eine Rechnung im pdf-Format zu.

(8) Gigflip ist berechtigt, eine Bestellung des Ticketkäufers zu stornieren (einseitiges Rücktrittsrecht), wenn der Ticketkäufer gegen vom Veranstalter oder von Gigflip aufgestellte spezifische Bedingungen verstößt, auf die im Rahmen des Vorverkaufs hingewiesen wurde oder diese zu umgehen versucht (z.B. Verstoß gegen Beschränkung der Ticketmenge pro Fan, Verstoß gegen die Urkundenbedingungen, insbesondere gegen Weiterveräußerungsverbote, Umgehungsversuch durch Anmeldung und Nutzung mehrerer Nutzerprofile etc.). Die Erklärung der Stornierung/des Rücktritts kann auch konkludent durch Gutschrift der gezahlten Beträge erfolgen. Auf das vorbenannte Rücktrittsrecht finden die §§ 346 ff. BGB unter Ausschluss von § 350 BGB Anwendung.

(9) Der Ticketkäufer hat beim Erhalt der Tickets diese auf die Richtigkeit der Angaben wie Datum, Preis, Beginn und Veranstaltungsort zu prüfen. Die Rückgabe von Tickets ist bei Falschlieferungen gestattet. Der Ticketkäufer hat Gigflip unverzüglich nach Erhalt des Tickets per E-Mail an support.fans@gigflip.com Falschlieferungen anzuzeigen. Der Ticketkäufer erhält in diesem Fall ein neues Ticket zugesandt.

(10) Kann Gigflip die Zahlung des Ticketkäufers aus Gründen, die weder Gigflip noch der Veranstalter zu verantworten haben, nicht erfolgreich abwickeln, ist der Veranstalter berechtigt, durch Erklärung durch Gigflip vom Vertrag zurückzutreten, sofern dies bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht geschehen ist. Der Ticketkäufer trägt die Kosten, die Gigflip aufgrund der fehlgeschlagenen Zahlungsabwicklung entstehen (z.B. Kosten einer Rücklastschrift oder einer Rückbuchung im Falle der Zahlung per Kreditkarte).

(11) Bei Zahlung per elektronischem Lastschriftverfahren (ELV) unter Angabe von Kontonummer (IBAN) und Bankcode (BIC) ist der Fan verpflichtet, für ausreichende Kontodeckung zu sorgen. Bei falschen Kontoangaben, Verweigerung des Forderungsausgleichs durch die Bank oder Rückbuchungen, die nicht durch ein Verschulden von Gigflip zustande kommen, fallen Stornierungsgebühren in Höhe von 10 Euro an. Außerdem hat Gigflip in diesem Fall das Recht, ohne weitere Ankündigung die erworbenen Tickets zu sperren. Danach ist mit diesen Tickets kein Zutritt zum Event mehr möglich.

§ 10 Besondere Bestimmungen für den Erwerb von personalisierten Tickets

(1) Für bestimmte Events kann der Ticketkäufer ein personalisierte Tickets erwerben. Diese Events sind mit einem entsprechenden Hinweis auf die Personalisierung des Tickets gekennzeichnet. Sofern der Veranstalter personalisierte Tickets anbietet, ist das Angebot begrenzt auf eine angegebene Höchstzahl.

(2) Ein personalisiertes Ticket weist den Ticketkäufer auf dem Ticket mit Vor- und Nachnamen aus. Nur dem Inhaber dieses Tickets steht das Recht zu, an der jeweiligen Veranstaltung teilzunehmen. Bei Vorlage des personalisierten Tickets kann der Veranstalter sowohl befreiend an den Namensträger als auch an den Inhaber leisten. 

(3) Das personalisierte Ticket kann nur auf einen Dritten übertragen werden (Umpersonalisierung), wenn der Veranstalter dem zuvor schriftlich zugestimmt hat. Gigflip ist als bloße Vermittlerin von Tickets nicht zur Zustimmung berechtigt.

(4) Sofern der Ticketkäufer eine Umpersonalisierung wünscht, hat er dem Veranstalter seinen Vor- und Nachnamen unter Vorlage eines kopierfähigen amtlichen Lichtbildausweises sowie den Namen des einzutretenden Dritten schriftlich und spätestens drei Tage vor dem Beginn des Events anzuzeigen. Gigflip stellt dem Ticketkäufer ein umpersonalisiertes Ticket nur mit Zustimmung des Veranstalters und nach Abgleich der Daten auf dem Ausweisdokument mit denen auf dem Premium-Ticket aus. Das ursprünglich ausgestellte Ticket wird anschließend gesperrt und berechtigt nicht mehr zum Einlass.

 

§ 11 Vertragsdauer und Kündigung

(1) Der Nutzungsvertrag läuft auf unbestimmte Zeit.

(2) Jede Vertragspartei kann den Nutzungsvertrag jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist ordentlich kündigen.

(3) Die Kündigung des Nutzungsvertrages lässt die zwischen Veranstalter und Fan geschlossenen Rechtsbeziehungen unberührt. Die Abwicklung bestellter Tickets erfolgt trotz Kündigung dieses Vertrages nach § 9 dieser AGB.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

(5) Kündigungen sind schriftlich oder durch Mitteilung in Textform (zum Beispiel per E-Mail an support.fans@gigflip.com ) zu erklären.

 

§ 12 Haftung, Freistellung

(1) Soweit sich aus diesen AGB - d. h. den vorstehenden und den nachfolgenden Bestimmungen - nichts Anderes ergibt, haften die Vertragsparteien bei einer Verletzung von vertraglichen und außervertraglichen Pflichten nach den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften.

(2) Gigflip leistet Schadenersatz oder Ersatz vergeblicher Aufwendungen, gleich aus welchem Rechtsgrund (z. B. aus rechtsgeschäftlichen und rechtsgeschäftsähnlichen Schuldverhältnissen, Pflichtverletzung und unerlaubter Handlung), nur in folgendem Umfang:

a) Die Haftung bei Vorsatz ist unbeschränkt.

b) Gegenüber Verbrauchern haftet Gigflip bei grober Fahrlässigkeit unbeschränkt.

c) Bei fahrlässiger Verletzung einer so wesentlichen Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf (Kardinalpflicht), haftet Gigflip nur in Höhe des bei Vertragsabschluss typischerweise vorhersehbaren Schadens. Befindet sich Gigflip mit seiner Leistung in Verzug, so haftet Gigflip wegen dieser Leistung auch für Zufall unbeschränkt, es sei denn, dass der Schaden auch bei rechtzeitiger Leistung eingetreten wäre.

Im Übrigen ist die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(3) Soweit die Haftung von Gigflip ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung der gesetzlichen Vertreter, leitenden Angestellten und Erfüllungsgehilfen von Gigflip.

(4) Bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit gelten die gesetzlichen Regelungen.

 § 13 Schutzrechte

Die Inhalte von Gigflip sowie jede weitere erforderliche Software, die in Zusammenhang mit der Internet-Plattform eingesetzt wird, sind Gegenstand von Schutzrechten und enthalten vertrauliche Informationen, die durch Rechtsvorschriften, insbesondere diejenigen zum Schutz des geistigen Eigentums, geschützt sind. Gleiches gilt für Inhalte in der Werbung von Gigflip und Veranstalter oder anderen Dritten auf der Internet-Plattform und Informationen, die der Fan auf der Internetplattform oder durch Werbeinserenten erhält. Diese sind durch Urheberrechte, Marken, Patente oder sonstige Schutzrechte oder Gesetze geschützt. Sofern sich Gigflip oder die betreffenden Dritten nicht schriftlich damit einverstanden erklärt haben, darf der Fan Werke, die auf Gigflip abrufbar sind oder zugänglich gemacht werden oder auf Gigflip-Software beruhen, weder ganz noch teilweise ändern, vermieten, verleasen, verleihen, verkaufen, vertreiben oder umgestalten.

§ 14 Schlussbestimmungen

(1) Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sind oder werden, wird dadurch die Wirksamkeit der Bedingungen im Übrigen nicht berührt.

(2) Es gilt deutsches Recht.

(3) Gigflip ist zu Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen berechtigt. Gigflip wird diese Änderungen nur bei Vorliegen triftiger Gründe vornehmen, insbesondere aufgrund technischer Entwicklungen, Änderungen der Rechtsprechung oder Gesetzeslage oder aus gleichwertigen Gründen. In diesem Fall wird Gigflip dem Fan die geänderten AGB unter Benennung des Grundes per E-Mail mitteilen.

Der Fan kann diesen AGB innerhalb von sechs Wochen schriftlich wiedersprechen. Durch den Widerspruch gilt die Zustimmung zu den neuen AGB als abgelehnt und der Vertrag wird ohne die vorgeschlagene Änderung fortgesetzt, kann jedoch von beiden Parteien jederzeit fristlos gekündigt werden.

Unterbleibt ein Widerspruch, gelten die AGB als genehmigt und werden in das bestehende Vertragsverhältnis einbezogen.

 


 

 

Allgemeine Geschäftsbedingungen der Gigflip GmbH für Verträge mit Veranstaltern von Events über die Nutzung der Plattform Gigflip einschließlich des Vorverkaufs von Tickets (AGB für Veranstalter von Events)

§ 1 Geltungsbereich

(1) Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend AGB) sind Bestandteil des Vertrages über die Nutzung der Gigflip-Website durch Veranstalter einschließlich des Verkaufs von Tickets für Events. Sie gelten für das Rechtsverhältnis zwischen Gigflip und dem Veranstalter und regeln die Nutzung der Internet-Plattform durch den Veranstalter und die Durchführung des Vorverkaufs von Eintrittskarten für das eingestellte Event über die Internet-Plattform.

(2) Abweichenden Geschäftsbedingungen des Veranstalters wird hiermit widersprochen. Sie gelten nur, wenn dies ausdrücklich schriftlich vereinbart wurde. Es kommt ein Vertragsverhältnis nur auf der Grundlage dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen zustande. Veranstalter können nur Personen sein, die bei Abschluss der Verträge in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln (Unternehmer i.S.v. § 14 BGB).

§ 2 Präambel und Begriffsbestimmungen

(1) Die Gigflip GmbH, Konsul-Smidt-Str 24, 28217 Bremen (im Folgenden "Gigflip" genannt), betreibt die Gigflip-Internet-Webseite, erreichbar unter anderem unter www.gigflip.de und www.gigflip.com (im Folgenden gemeinsam "Internet-Plattform" genannt), welche das Event-Angebot von Veranstaltern, Künstlern und ihren Vertretern, Ticketkäufern und die Event-Nachfrage im Rahmen des City-Votings von Fans zusammenführt.

(2) Über die Internet-Plattform können Künstler, deren Vertreter oder sonstige Eventbeteiligte, insbesondere Event- und Künstleragenturen, örtliche Veranstalter oder Tourneeveranstalter (nachfolgend „Veranstalter“), Live-Veranstaltungen, wie etwa Konzerte oder Fan-Treffen (nachfolgend „Events“) auf Basis von mittels der Internet-Plattform gesammelten Fan-Nachfragedaten planen und durchführen.

(3) Der Veranstalter organisiert die Events, führt sie durch und möchte die Internet-Plattform als Präsentationsplattform sowie für den Ticketvertrieb nutzen. Gigflip agiert hierbei als Community-Portal zwischen Veranstalter und Fan für Events und als Vorverkaufsstelle für Tickets und behält sich vor, selber als Veranstalter aufzutreten.

Events werden durch den jeweiligen Veranstalter durchgeführt, der auch Aussteller der Tickets ist. Durch den Erwerb von Tickets kommen vertragliche Beziehungen im Hinblick auf den Besuch des Events ausschließlich zwischen dem Ticketkäufer und dem jeweiligen Veranstalter zustande. Möglicherweise gelten für diese rechtlichen Beziehungen eigene Allgemeine Geschäftsbedingungen des Veranstalters. Gigflip vertreibt die Tickets im Auftrag und im Namen des jeweiligen Veranstalters, es sei denn, Gigflip ist selbst als Veranstalter ausgewiesen. Mit der Bestellung von Tickets beauftragt der Ticketkäufer Gigflip mit der Abwicklung von Ticketkauf und -zustellung.

§ 3 Vertragsinhalt

(1) Gigflip betreibt die Internet-Plattform, welche das Eventangebot von Veranstaltern und die Eventnachfrage von Fans zusammenführt.

(2) Über die Internet-Plattform können Veranstalter Events einstellen.

(3) Dem Veranstalter obliegt die Organisation und Durchführung des Events. In diesen Fällen agiert Gigflip nur als Community-Portal zwischen Veranstalter und Fan für Event und als Vorverkaufsstelle für Tickets. Gigflip behält sich vor, auch selbst Veranstalterin eingestellter Events zu sein. In diesem Fall gelten sodann die gesonderten Besucher-AGB von Gigflip.

§ 4 Leistungen von Gigflip

(1) Gigflip stellt nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen und im dort beschriebenen Umfang die technischen Voraussetzungen für die Nutzung der Internet-Plattform bereit. Diese eröffnet dem Veranstalter die Möglichkeit, sich unmittelbar oder mittelbar an die Fans zu wenden und für einen Event zu werben sowie Tickets durch Gigflip als Vermittler zu verkaufen.

(2) Dem Veranstalter wird ein Account sowie der Zugang zum Veranstalterbereich zur Verfügung gestellt, in dem er sein geplantes Event darstellen und bewerben kann. Die Einzelheiten zur Verfahrensweise und den einzelnen Nutzungsmöglichkeiten werden auf den Internetseiten von Gigflip beschrieben. Ein Anspruch auf Bereitstellung bestimmter Funktionen besteht nicht.

(3) Gigflip ist berechtigt, die Leistungen durch sorgfältig ausgewählte Dritte erbringen zu lassen.

§ 5 Anmeldung als Veranstalter, Vertragsschluss

(1) Die Nutzung des Veranstalterbereichs ist passwortgeschützt und erfordert eine dauerhafte Registrierung. Für die Registrierung hat der Veranstalter die angeforderten Pflichtangaben wahrheitsgemäß und vollständig anzugeben. Nicht als Pflichtangaben markierte Angaben sind freiwillig, müssen bei Angabe jedoch ebenfalls wahrheitsgemäß erfolgen. Spätere Änderungen seiner Daten hat der Veranstalter Gigflip unverzüglich in seinem Nutzerprofil zu ändern. Bis zur Anzeige der Änderung seiner Daten gelten diese gegenüber Gigflip als richtig und vollständig, insbesondere die angegebene E-Mail-Adresse. Gesendete E-Mails gelten als zugegangen (wenn der Veranstalter sie unter gewöhnlichen Umständen abrufen kann) angesehen, sofern die E-Mails keine Kündigung, Fristsetzung, Genehmigung oder sonstige mit nachteiligen Rechtsfolgen verbundene Auswirkungen für den Veranstalter haben. Der Veranstalter stellt sicher, dass E-Mails von Gigflip nicht im SPAM-Ordner einsortiert werden.

(2) Im ersten Schritt der Registrierung auf der Internet-Plattform gibt der Veranstalter seine E-Mail-Adresse und sein Passwort ein. Daraufhin erhält er eine E-Mail, in der er per Klick auf den enthaltenen Bestätigungslink seine E-Mail-Adresse bestätigt. Anschließend wird er aufgefordert, weitere Profilinformationen zu hinterlegen, die er speichert (Abschluss des Registrierungsvorganges). Im Anschluss werden alle bei der Registrierung angegebenen Informationen durch Gigflip validiert. Erst dann, wenn im Rahmen der Validierung der Zugang des Veranstalters freigegeben wurde, erhält der Veranstalter den vollen Zugriff auf das Angebot von Gigflip.

(3) Durch den Abschluss des Registrierungsvorganges gibt der Veranstalter ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrages über die Nutzung der Dienste von Gigflip ab. Die Aufforderung zur Bestätigung der E-Mail-Adresse stellt nur dann eine Annahmeerklärung dar, wenn dies in der Bestätigungsmail ausdrücklich durch Gigflip erklärt wird. Ein Vertragsabschluss und damit eine vertragliche Bindung über die einzelnen Leistungen kommt immer erst dann zustande, wenn Gigflip das Angebot ausdrücklich oder konkludent annimmt. Eine konkludente Annahme liegt in der Freischaltung des Veranstalterprofils.

(4) Natürliche Personen, welche in der Geschäftsfähigkeit beschränkt sind (z.B. Minderjährige), sind von der Nutzung und Registrierung von Gigflip ausgeschlossen.

(5) Wer bereits als Veranstalter registriert ist, kann nicht nochmals als Veranstalter unter anderem Namen oder anderer Adresse registriert werden (keine „Doppelmitgliedschaft“). Meldet sich ein Veranstalter dennoch doppelt an, ist Gigflip zur sofortigen Sperrung des Veranstalters berechtigt.

(6) Gigflip ist auch bei Vorliegen aller Voraussetzungen für die Aufnahme als Veranstalter berechtigt, die Registrierung ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Aus dieser Ablehnung erwachsen dem Veranstalter keine Ansprüche gegen Gigflip.

§ 6 Einstellen von Events durch den Veranstalter

(1) Vom Veranstalter gespeicherte City-Votings oder Vorverkäufe werden vor der Veröffentlichung durch Gigflip validiert. Ist die Validierung erfolgreich, wird das City-Voting zur Veröffentlichung freigegeben. Ist die Validierung nicht erfolgreich, wird das City-Voting nicht zur Veröffentlichung freigegeben. In beiden Fällen erhält der Veranstalter eine E-Mail zur Kenntnisnahme, sobald die Validierung abgeschlossen ist. Ein Anspruch auf Freigabe von City-Votings zur Veröffentlichung besteht nicht.

(2) Der Veranstalter hat auf der Internet-Plattform bei Einstellung seines Gigs die von Gigflip vorgegebenen Eingabefelder und Abfragen zum Event wahrheitsgemäß auszufüllen. Diese umfassen insbesondere

a) die wahlweise Angabe darüber, ob in dem Vertragsverhältnis zwischen dem Veranstalter und dem Fan für die Teilnahme der Fans an dem Event die allgemeinen gesetzlichen Regeln oder von Gigflip zur Verfügung gestellte Allgemeine Besuchervertragsbedingungen (nachfolgend „Besucher-AGB“) gelten sollen;\ c) die Angabe über die Höchstzahl an Besuchern des Events; \ d) die wesentlichen Angaben über das Event, insbesondere über Ort, Datum und Uhrzeit der Veranstaltung sowie Eintrittskartenpreis (Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer, Gigflip-Provision (brutto), Payment-Kosten)

Eine Richtigkeitsgewähr für die zu Verfügung gestellten Besucher-AGB wird nicht übernommen. Nach Zustimmung von Gigflip besteht auch die Möglichkeit, die eigenen Veranstaltungsbedingungen zu verwenden.

§ 7 Allgemeine Nutzerpflichten des Veranstalters

(1) Der Veranstalter verwaltet seine persönlichen Einstellungen sowie die Einstellung des Events. Er ist für die eingestellten Inhalte allein verantwortlich. Der Veranstalter ist verpflichtet, die von ihm auf der Internet-Plattform eingestellten Inhalte laufend zu aktualisieren und Gigflip über evtl. Änderungen unverzüglich zu informieren. Er räumt Gigflip das zeitlich und sachlich unbeschränkte Recht ein, Angaben zu dem von ihm eingestellten Event - insbesondere für Werbezwecke - zu nutzen.

(2) Der Veranstalter ist verpflichtet,

1. bei der Registrierung und weiteren Abfragen durch Gigflip vollständige und wahrheitsgemäße Angaben zu machen und Änderungen dieser Angaben in seinem Profil unverzüglich zu aktualisieren.

2. jede Nutzung der Leistungen von Gigflip unter dem eigenen Account durch Dritte zu unterbinden, \ \ 3. die Nutzung automatischer Voreinstellungsfunktionen für das Passwort zu unterlassen, \ \ 4. Gigflip unverzüglich unter support.artists@gigflip.com mitzuteilen, wenn eine missbräuchliche Benutzung des Passworts bzw. des Accounts vorliegt oder Anhaltspunkte für eine bevorstehende missbräuchliche Nutzung bestehen, so dass Gigflip den Zugang unverzüglich sperren kann.

(3) Der Veranstalter wird die Dienste von Gigflip sowie den Veranstalterbereich nicht rechtsmissbräuchlich oder in sittenwidriger Weise nutzen und die Gesetze sowie die Rechte Dritter beachten. Dies schließt folgende Pflichten mit ein: \ \ 1. Der Veranstalter stellt sicher, dass durch von ihm in das Netzwerk/Internet eingespeiste Daten nicht gegen die gesetzlichen Bestimmungen über den Jugendschutz, die Persönlichkeitsrechte sowie die Schutzrechte, insbesondere Marken-, Firmen- und Urheberrechte, Dritter verstoßen wird. Der Veranstalter wird vor jedem Texteintrag sowie Upload prüfen, ob ihm die erforderlichen Rechte am Werk (z. B. Text, Fotografie, Bild, Grafik, Video, Musikwerk, Sample) zustehen. Bei Fotografien und Videos ist der Nachweis erforderlich, dass von den abgebildeten Personen die erforderliche Einwilligung vorliegt; ohne diese Einwilligung darf ein Upload nicht erfolgen. 

2. Der Veranstalter wird keine Daten mit sittenwidrigem, diskriminierendem, rassistischem, links- oder rechtsextremem oder religiöse Gefühle verletzendem Inhalt einspeisen. \ \ 3. Der Veranstalter beachtet die gesetzlichen Vorgaben des Datenschutzes und der Datensicherheit. Er darf E-Mail-Adressen und sonstige Daten von Fans, die er durch die Nutzung der Website erhält, für keine anderen Zwecke nutzen als für die vertragliche und vorvertragliche Kommunikation im Rahmen der Internet-Plattform. 

(4) Im Fall eines Pflichtverstoßes gemäß Absatz 2 bis 4 ist Gigflip berechtigt, nach ihrer Wahl gegebenenfalls betroffene Inhalte, insbesondere vom Veranstalter veranlasste Vorverkäufe, mit sofortiger Wirkung vorübergehend zu sperren und/oder zu löschen und/oder den Veranstalter vorübergehend auszuschließen und/oder ihm fristlos zu kündigen. Das gleiche gilt, wenn Gigflip von Dritten darauf hingewiesen wird, dass der Veranstalter unter Verstoß gegen die in Absatz 4 enthaltenen Pflichten Inhalte bereithält oder verbreitet, sofern die Behauptung einer Rechtsverletzung nicht offensichtlich unrichtig ist.

(5) Der Veranstalter hat Gigflip den aus einer Pflichtverletzung resultierenden Schaden zu ersetzen, es sei denn, dass er diesen nicht zu vertreten hat. Der Veranstalter stellt Gigflip von Ansprüchen frei, welche gegen Gigflip aufgrund der Inanspruchnahme durch Dritte wegen vom Veranstalter zu vertretender schädigender Handlungen geltend gemacht werden und ersetzt Gigflip den hierdurch entstandenen Schaden.

§ 8 Vertragsverhältnis des Veranstalters zu den Fans

Die Ausgestaltung des Vertragsverhältnisses zwischen Veranstalter und Fan richtet sich nach folgenden Rahmenbedingungen:

(1) Durch Einstellung eines durch Fans im City-Voting gewünschten oder eines anderen Events durch den Veranstalter fordert der Veranstalter den Fan auf, ein Angebot auf Abschluss eines Vertrages zum Ticketerwerb und Besuch des Events (nachfolgend „Besuchervertrag“) abzugeben. Durch Anklicken des Buttons "jetzt kaufen" gibt der Fan ein Angebot auf Abschluss eines Besuchervertrages ab. Die Annahme dieses Angebots erfolgt durch Gigflip für den Veranstalter durch Übersendung einer Annahmeerklärung per E-Mail.

Der Fan erhält nach der Online-Bestellung automatisch per E-Mail eine Bestätigung seiner Bestellung unter Angabe der Bestellnummer und der Postanschrift von Gigflip.

(2) Der Besuchervertrag wird ausschließlich zwischen dem Ticketkäufer und dem Veranstalter geschlossen. Die angebotenen Events werden durch den jeweiligen Veranstalter durchgeführt, der auch Aussteller der Tickets ist. Gigflip behält es sich vor, selber als Veranstalter aufzutreten.

(3) Durch den Erwerb des Tickets kommen vertragliche Beziehungen im Hinblick auf den Besuch des Events zwischen dem Ticketkäufer und dem jeweiligen Veranstalter zustande. Möglicherweise gelten für den Besuchervertrag zwischen Veranstalter und Ticketkäufer eigene Allgemeine Geschäftsbedingungen des Veranstalters, es sei denn, Gigflip tritt selber als Veranstalter auf. Gigflip wird die Tickets für die Events im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Veranstalters an den Ticketkäufer verkaufen und die Zahlungsabwicklung übernehmen, d.h. Gigflip wird die Zahlung des Fans entgegennehmen und an den jeweiligen Veranstalter weiterleiten. Gigflip ist aufgrund einer entsprechenden Vereinbarung damit beauftragt, diese Vermittlung und Abwicklung der Verträge zwischen dem Ticketkäufer und dem Veranstalter zu übernehmen.

(6) Sämtliche Ansprüche bezüglich des Events, dessen Gestaltung oder im Zusammenhang mit dem Event-Besuch sowie Leistungsstörungen des Besuchervertrages sind - soweit nicht ausdrücklich in diesen AGB anders geregelt oder soweit Gigflip nicht selber als Veranstalter auftritt – ausschließlich und unmittelbar gegenüber dem Veranstalter geltend zu machen und nicht gegenüber der im Namen und Auftrag des Veranstalters handelnden Ticketvermittlerin Gigflip. Dies bezieht sich insbesondere auf Ansprüche im Zusammenhang mit der Verlegung eines Events oder Programmänderungen.

§ 9 City-Voting

(1) Der Fan hat die Möglichkeit, sich Künstler in eine bestimmte Stadt zu wünschen. Um sein City-Vote auszusprechen, muss der Fan auf ein auf der Internet-Plattform angelegtes Künstlerprofil gehen und dort angeben, in welcher Stadt er den Künstler gerne sehen möchte und die Höhe des Preises benennen, die er für ein Ticket für ein Event dieses Künstlers auszugeben bereit wäre.

(2) Voraussetzung für die Abgabe eines City-Votes ist die Registrierung (die Erstellung eines Accounts) des Fans auf der Internet-Plattform und eine Anmeldung (einloggen auf der Internet-Plattform). Jeder Fan kann nur ein City-Vote pro Künstler abgeben.

(3) Der Fan kann seinen City-Vote bearbeiten. Er kann die angegebene Stadt und die Höhe des Ticketpreises ändern. Ein Löschen des City-Votes ist nicht möglich. Ein City-Vote ist für den Fan nicht verbindlich. Aufgrund der Abgabe eines City-Votes entstehen für den Fan keinerlei vertraglichen Verpflichtungen.

(4) Für einen Veranstalter besteht keine Verpflichtung, ein Event überhaupt oder für eine bestimmte Stadt einzustellen, weil ein entsprechendes Event von einem Fan gewünscht wurde oder eine Stadt zu den meist gewünschten Städten gehört, d.h. eine derjenigen Städte ist, welche die meisten Fans bei ihrem City-Vote angegeben haben. Dementsprechend ist die Abgabe eines City-Votes keine Garantie für die Einstellung eines Events durch den Veranstalter oder für die Durchführung des Events. Mit der Abgabe eines City-Votes erhöht der Fan lediglich die Chance darauf, dass der von ihm gewünschte Künstler in der von ihm gewünschten Stadt auftritt. Je mehr City-Votes es für einen bestimmten Künstler und eine bestimmte Stadt gibt, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Künstler zum Veranstalter wird und das gevotete Event einstellt, da er weiß, dass er in dieser Stadt eine große Anzahl von Fans hat, die ein Event besuchen würden.

(5) Sollte sich der betreffende Künstler entscheiden, den gesammelten City-Votes zu entsprechen, stellt er ein entsprechendes Event ein. Die Fans können dann Tickets bzw. Zutrittsberechtigungen zu dem von dem Veranstalter bestimmten Preis erwerben.

Neben dieser Möglichkeit des Veranstalters, die City-Votes der Fans des Künstlers zu erfüllen, kann der Veranstalter auch Events erstellen und für diese Tickets verkaufen, denen kein City-Voting voraus gingen.

(6) Gigflip vermittelt lediglich den Vertragsschluss und wickelt den Verkauf der Tickets für den jeweiligen Veranstalter ab; im Hinblick auf die Leistungen des Veranstalters, insbesondere auf die Bereitstellung eines gültigen Tickets und die Durchführung des Events handelt Gigflip nur als Vermittler und nicht als Vertragspartner der Ticketkäufer. Diese Leistungen kann der Ticketverkäufer ausschließlich von dem Veranstalter verlangen. Gigflip übernimmt insoweit keine Haftung; es sei denn, sie tritt selber als Veranstalterin auf.

§ 10 Vorverkauf von Tickets

(1) Gigflip vertreibt die Tickets im Auftrag des jeweiligen Veranstalters als Vermittlerin gemäß den nachstehenden Grundsätzen, wenn Gigflip nicht selbst Veranstalterin des Events ist.

(2) Gigflip erstellt im Namen und Auftrag des Veranstalters die Tickets auf Basis der übermittelten Daten und versendet diese als Vermittlerin des Veranstalters an die Ticketkäufer. Die Zustellung der Tickets findet ausschließlich per E-Mail statt. Gigflip behält sich vor, die Tickets auch per Post und/oder Fax und/oder auf sonstige Weise zu versenden. Der Versand der Tickets erfolgt zudem nur, wenn eine vollständige Bezahlung des Tickets durch den Ticketkäufer erfolgt ist und der Veranstalter die Freigabe der Tickets erteilt hat.

(3) Der Veranstalter erklärt sich damit einverstanden, dass Gigflip auf der Vorderseite jedes Tickets einen deutlich wahrnehmbaren Hinweis platziert, dass ausschließlich der Veranstalter Vertragspartner des Ticketkäufers ist und damit für die in jeder Hinsicht ordnungsgemäße Durchführung des Events haftet.

(4) Die Tickets beinhalten neben den Rahmendaten zum Event eine Ticket-ID, die Ticketdaten sowie den Eintrittskartenpreis (Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer, Gigflip-Provision (brutto), Payment-Kosten).

(5) Gigflip stellt dem Ticketkäufer auf dessen Wunsch eine Rechnung per E-Mail im pdf-Format zu.

(6) Der Veranstalter ist verpflichtet, zur Wahrung der Auslastung und Sicherheit des Veranstaltungsortes eine Limitierung der Anzahl der Tickets vorzunehmen.

§ 11 Provisionen, Erlösauskehr, Aufwandsentschädigung, Abrechnung

(1) Die Anmeldung als Veranstalter bei Gigflip ist kostenlos.

(2) Gigflip erhält für den Verkauf eines jeden Tickets unter Nutzung der Internet-Plattform eine Provision/ein Vermittlungsentgelt in Höhe von 15% des​ Ticketpreises, ​mindestens jedoch 1,50 EUR pro Ticket​ zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

(3) Der Provisionsanspruch von Gigflip bleibt durch Änderungen, die nach dem Wirksamwerden des Besuchervertrages zwischen dem Veranstalter und dem Ticketkäufer eintreten, unberührt. Rückabwicklungen, Stornierungen, sonstige Aufhebungen oder Leistungsstörungen dieses Vertrages haben auf den Provisionsanspruch von Gigflip keinen Einfluss. Der Anspruch auf Provision/Vermittlungsentgelt bleibt auch bestehen, wenn ein Event aus Gründen, die Gigflip nicht zu vertreten hat, ausfällt.

(4) Gigflip bedient sich zur Abwicklung des Zahlvorganges eines Payment-Anbieters. Die Kosten des Payment-Anbieters weist Gigflip auf ihrer Internetplattform sichtbar für den registrierten Veranstalter aus.

(5) Gigflip wird die Ticket-Erlöse abzüglich der in Absatz 2 geregelten Provision (brutto) und abzüglich der Payment-Kosten des Payment-Anbieters nach dem Termin des Events an das vom Veranstalter angegebene Konto nach Maßgabe der nachstehenden Regelungen auskehren.

(6) Die Abrechnung der Ticketerlöse erfolgt spätestens innerhalb von 30 Tagen nach dem Event. Hierzu erstellt Gigflip einen Rechnungsbeleg und schickt diesen per E-Mail an die vom Veranstalter hinterlegte E-Mail-Adresse. Der Veranstalter ist verpflichtet, Einwendungen gegen die von Gigflip erteilten Abrechnungen spätestens eine Woche nach Rechnungserhalt in Textform gegenüber Gigflip geltend zu machen.

(7) Die Auszahlung der im Rahmen der Abrechnung ermittelten Differenz zwischen Ticketgesamtpreis und Payment-Kosten sowie Provision (brutto) erfolgt jeweils zum 15. des auf den Abrechnungsmonat folgenden Monats. Eine Teilausschüttung der Differenz zwischen Ticketgesamtpreis und Payment-Kosten sowie Provision (brutto) bezüglich der eingenommenen Eintrittsgelder ist auf Aufforderung des Veranstalters ab 30 Tagen nach Stattfinden des Events, wobei die Höhe zwischen den Vertragsparteien individuell ausverhandelt wird.

(9) Gigflip behält sich das Recht vor, für die Löschung von Inhalten oder für die Sperrung des Veranstalters wegen Verstoßes gegen die AGB eine Aufwandspauschale in Höhe von 2.500,00 EUR brutto zu berechnen, soweit der Veranstalter den Verstoß zu vertreten hat; es sei denn, er weist nach, dass ein Schaden überhaupt nicht oder in wesentlich geringerer Höhe entstanden ist.

(10) Die auf die Eintrittsberechtigung (Eintrittskarte) entfallende Umsatzsteuer ist vom Veranstalter selbständig an das zuständige Finanzamt abzuführen. 

§ 12 Rechteübertragung und Werbung

(1) Der Veranstalter räumt Gigflip an allen im Rahmen der Registrierung und Nutzung der Internet-Plattform hochgeladenen bzw. eingespeisten Texten (z.B. Lyrics, Biographie etc) , Fotografien, Bildern, Grafiken, Videos, Musikwerken, Samples, den Namen des Veranstalters und Künstlers und etwaige andere Bezeich­nungen, Logos und Marke das zeitlich, inhaltlich und räumlich unbeschränkte sowie übertragbare Recht ein, diese unentgeltlich für die Bewerbung und Nachberichterstattung des City-Votings, des Ticketvorverkaufs und des Gigs in on- und offline-Medien zu verwenden. Der Veranstalter leistet Gewähr dafür, dass er zur Einräumung der vorbezeichneten Rechte (Nutzungsrechte) befugt ist und diese Rechte frei von Rechten Dritter sind. Gigflip übernimmt jedoch keine Pflichten im Hinblick auf das Marketing und die Werbung für die Gigs und trägt keine Verantwortung für deren Erfolg. Gigflip kann darüber hinaus nicht für den Nichtverkauf eines Gigs zur Verantwortung gezogen werden.

(2) Der Veranstalter kann mit vorheriger Genehmigung von Gigflip auf allen für das jeweilige Event relevanten Werbemitteln (bspw. Ankündigungsplakaten, Presseanzeigen etc.) die Anbindung an das Internet-Portal unter Beachtung der Corporate Identity von Gigflip kenntlich machen und auf die Möglichkeit des City-Votings auf der Internet-Plattform hinweisen. Die vorherige Genehmigung von Gigflip bedarf der Schriftform. Gigflip stellt im Fall von Satz 1 dieser Klausel die üblichen Druckvorlagen hierfür zur Verfügung. Der Veranstalter stellt eine rechtlich einwandfreie Gestaltung der Hinweise und Anzeigen sicher und wird insbesondere alle wettbewerbsrechtlich erforderlichen Gebührenhinweise, insbesondere für sämtliche Telekommunikationsdienstleistungen (bspw. Internetnutzungskosten) und eventuelle Vorverkaufsgebühren veranlassen.

§ 13 Vertragsdauer und Kündigung

(1) Der Nutzungsvertrag einschließlich der Vereinbarung über den Ticket-Vorverkauf läuft auf unbestimmte Zeit.

(2) Jede Vertragspartei kann den Nutzungsvertrag einschließlich der Vereinbarung über den Ticket-Vorverkauf jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist ordentlich kündigen.

(3) Für die Abwicklung des Ticketverkaufes, die Abrechnung der Provision, der Payment-Kosten, der Aufwandspauschalen und der Erlösauskehr gelten unbeschadet der Kündigung §§ 10 und 11 dieser AGB.

(4) Kündigungen sind schriftlich oder durch Mitteilung in Textform (zum Beispiel per E-Mail an support.artists@gigflip.com ) zu erklären.

§ 14 Haftung, Freistellung

(1) Gigflip haftet für von ihr oder ihren gesetzlichen Vertretern oder Erfüllungsgehilfen verursachte Schäden in voller Höhe, gleich aus welchem Rechtsgrund, bei Vorliegen von Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.

(2) In Fällen von leichter Fahrlässigkeit haftet Gigflip nur bei der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (solche, deren Erfüllung den Vertrag prägt und auf die der Veranstalter vertrauen darf), jedoch der Höhe nach beschränkt auf die bei Vertragsschluss vorhersehbaren, unmittelbaren und vertragstypischen Schäden, sofern keine größeren Schäden nachgewiesen werden.

(3) Die gesetzliche Haftung bei der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit und im Falle von Arglist bleibt von den Haftungsbeschränkungen unberührt. Ebenso unberührt bleiben gesetzliche Gewährleistungsansprüche.

(4) Der Veranstalter stellt Gigflip von sämtlichen Ansprüchen frei, die andere Veranstalter, Fans oder sonstige Dritte gegenüber Gigflip geltend machen 

a) wegen Verletzung ihrer Rechte durch von dem Veranstalter in die Internet-Plattform eingestellte Angebote und Inhalte oder 

b) wegen Verletzung ihrer Rechte im Zusammenhang mit der Durchführung des Events.

Der Veranstalter übernimmt hierbei die Kosten der notwendigen Rechtsverteidigung von Gigflip einschließlich sämtlicher Gerichts- und Anwaltskosten in gesetzlicher Höhe. Dies gilt nicht, wenn die Rechtsverletzung von dem Veranstalter nicht zu vertreten ist. Der Veranstalter ist verpflichtet, Gigflip für den Fall einer Inanspruchnahme durch Dritte unverzüglich, wahrheitsgemäß und vollständig alle Informationen zur Verfügung zu stellen, die für die Prüfung der Ansprüche und eine Verteidigung erforderlich sind.

 

§ 15 Informations- und Kommunikationsgrundsätze

(1) Die Vertragsparteien arbeiten kooperativ und loyal zusammen und informieren sich bei maßgeblichen Änderungen gegenseitig unverzüglich.

(2) Sämtliche Kommunikation im Veranstalterbereich und auch hinsichtlich sonstiger Beziehungen zwischen Veranstalter und Gigflip erfolgen elektronisch, d. h. über die in den Nutzerdaten des Veranstalters hinterlegte E-Mail-Adresse oder durch das Veröffentlichen von Hinweisen auf der Internet-Plattform. Für vertragliche Zwecke erhält der Veranstalter elektronische Kommunikation von Gigflip. Alle Zustimmungen, Benachrichtigungen, Veröffentlichungen und andere Kommunikation durch Gigflip erfolgen elektronisch, es sei denn, zwingend anzuwendende gesetzliche Vorschriften erfordern eine andere Form der Kommunikation (z. B. Schriftform).

 

§ 16 Schweigepflicht

Die Vertragsparteien verpflichten sich, über alle während der Zusammenarbeit bekanntwerdenden Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse, insbesondere über Geschäftsbeziehungen, betriebliche Interna und Provisionsansprüche auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses Stillschweigen zu bewahren.

 

§ 17 Schlussbestimmungen

(1) Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sein oder werden, wird dadurch die Wirksamkeit der Bedingungen im Übrigen nicht berührt.

(2) Gigflip ist berechtigt, den Inhalt dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu ändern. In diesem Fall wird Gigflip dem Veranstalter den Änderungsvorschlag unter Benennung des Grundes und des konkreten Umfangs in Textform (z.B. per E-Mail) mitteilen. Die Änderungen gelten als genehmigt, wenn der Veranstalter ihnen nicht schriftlich widerspricht. Gigflip wird den Veranstalter auf diese Folge im Mitteilungsschreiben besonders hinweisen. Der Widerspruch muss innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung bei Gigflip eingegangen sein. Übt der Veranstalter sein Widerspruchsrecht aus, gilt der Änderungswunsch als abgelehnt. Der Vertrag wird dann ohne die vorgeschlagenen Änderungen fortgesetzt, kann jedoch von beiden Parteien jederzeit fristlos gekündigt werden.

(3) Es gilt deutsches Recht. Für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist, soweit nicht gesetzlich zwingend etwas Anderes bestimmt ist, der Gerichtsstand Berlin vereinbart.